L-Arginin Aminosäure
L-Arginin ist eine in Protein enthaltene Aminosäure, es wird heute zu den Stoffen gezählt, die als semiessenziell für den Menschen eingeordnet werden.
Im Gegensatz zu essenziellen Stoffen, die für den Menschen lebensnotwendig sind und von Organismus nicht selbst hergestellt werden können, werden semiessenzielle Stoffe vom Organismus grundsätzlich hergestellt. So wird die Aminosäure L-Arginin vom Körper des Erwachsenen im Harnstoffzyklus synthetisiert, es wird aber nicht immer genug hergestellt, um den Körper bei optimaler Leistungsfähigkeit zu erhalten. Das ist zum Beispiel auch bei L-Carnitin der Fall, das zwar grundsätzlich vom Körper selbst hergestellt bzw. über die Nahrung aufgenommen wird, aber bei bestimmten Belastungen – Ausdauersport – auch als Nahrungsergänzung zugeführt werden kann.
Über die Mengen, die der Körper des Erwachsenen braucht, weiß man noch nichts Genaues. Wenn man von einer empfohlenen Proteinzufuhr zwischen 70 und 90 g pro Tag ausgeht, lässt sich daraus eine Argininzufuhr zwischen 2 und 5 g pro Tag errechnen. Wissenschaftlich erforscht ist aber inzwischen, dass die benötigte Menge an Arginin nicht immer gleich ist, zum Beispiel bei intensiver Muskelanstrengung im Sport verbraucht der Körper deutlich höhere Mengen an L-Arginin.
Dann wird es schwierig, diese Aminosäure in ausreichender Menge mit der Nahrung aufnehmen: Der Eiweißgehalt unserer Nahrung ist bei den meisten Menschen sowieso an der unteren Grenze dessen, was an Eiweiß werden sollte. Arginin ist aber noch nicht einmal in jeder Eiweißquelle in spürbaren Mengen vorhanden.
Um auch nur die als Grundbedarf errechneten 5 Gramm L-Arginin zu sich zu nehmen, müsste man jeden Tag fast 250 Gramm Walnüsse verzehren oder deutlich über 400 Gramm Schweinefleisch, das wird wohl jeder Sportler ablehnen.
Hier empfiehlt sich also eine separate Arginin-Zufuhr, die vom amerikanischen Gesundheitsministerium als generell sicher eingestuft wurde (in Deutschland hat man noch keine Werte für Arginin festgelegt). Unerwünschte Nebenwirkungen sind bei der Einnahme von Arginin nicht zu befürchten.